SZ   13.04.17   Julian Talat wird Bückeburger

BÜCKEBURG. VfL-Trainer Heiko Thürnau ist ratlos, kann die wechselhaften Leistungen seiner Jungs nicht verstehen: „Wir spielen 20 Minuten richtig gut und dann bekommen wir plötzlich nichts mehr auf die Kette. Diese Höhen und Tiefen sind mir ein Rätsel.“ Das 2:3 in Eldagsen schlug auf das Gemüt des VfL Bückeburg. Zum Stimmungsheber soll die Landesliga-Partie gegen den Tabellenviertletzten FC Lehrte am Ostermontag um 15 Uhr im Bückeburger Jahnstadion dienen.

Das Spiel des Tabellensiebten ist im Moment mit zu vielen Fehlern behaftet. „Wir schenken den Gegnern zu viele Großchancen“, moniert Thürnau. Der Oberliga-Absteiger bekommt auch keine Konstanz in seine Leistungen. Das könnte auch auf den nicht zufriedenstellenden Trainingsbetrieb zurückzuführen sein. „Bis zu acht Spielern gebe ich für die Punktspiele an die Reserve ab. Dann bleiben nur noch zwölf Akteure zum Training übrig, wenn alle da sind. Da kann man nicht viel einstudieren“, sagt Thürnau und hakt die Saison ab. Natürlich sei es schöner, wenn man auf die Tabelle blicke und sei Vierter statt Siebter. „Wir schenken nichts ab, wollen die Serie bestmöglich zu Ende spielen, aber die Zweite muss natürlich in der Bezirksliga bleiben“, stellt Thürnau klar. Gegen den FC Lehrte wird Benjamin Hartmann wegen seiner 5. Gelben Karte fehlen. Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Alexander Bremer. Der Torjäger zog sich eine Rippenprellung zu.

Wenigstens auf dem Transfermarkt kann der VfL positive Schlagzeilen schreiben. Mit Julian Talat kommt ein großes Talent in die Residenzstadt. Der Torjäger wechselt im Sommer vom Bezirksligisten SV Obernkirchen zum VfL. „Der Kontakt ist seit Langem da, er soll als Nachfolger von Alexander Bremer aufgebaut werden“, freut sich Thürnau auf seinen Ex-Schützling.seb

SZ   10.04.17   Keine Bonuspunkte

Fußball: SV Obernkirchen verliert gegen den Spitzenreiter mit 1:3

Autor: Jörg Bressem

OBERNKIRCHEN. Traumwetter auf dem Ochsenbruch, aber kein Traumfußball. Der SV Obernkirchen wehrte sich gegen Bezirksliga-Tabellenführer 1. FC Germania Egestorf-Langreder II im Rahmen der Möglichkeiten nach Kräften, musste sich aber beugen. Die Gäste gewannen mit 3:1, was nicht überraschte und was auch berechtigt war.

„Bis zum Egestorfer 2:1 lief eigentlich alles nach Plan“, meinte SVO-Trainer Oliver Nerge. „Insgesamt hat sich aber die höhere Qualität durchsetzt.“ Der Spitzenreiter erregte mit seinem Spiel kein Aufsehen, aber er ließ den Ball besser laufen, besaß im Detail technische Vorteile und machte im Aufbau nicht so viele Fehler wie der SV Obernkirchen.

Die Gäste gingen mit dem satten Schuss von Lennart Novotny bereits in der 9. Minute mit 1:0 in Führung. Jan Köpper glich nur drei Minuten später für Obernkirchen mit einem Kopfball zum 1:1 aus. Das Spiel war wieder offen. Köpper mühte sich diesmal vorne alleine herum, weil der verletzte Julian Talat fehlte und sich lediglich als Sanitäter in den zahlreichen Verletzungs- und Trinkpausen konstruktiv einbrachte. Bei Obernkirchen erwischte es in der 35. Minute Abwehrchef André Sadra, der angeschlagen ausgewechselt werden musste. Die Platzherren machten in der ersten Halbzeit kein schlechtes Spiel, gönnten der Regionalligareserve kaum Torszenen.

Als dann aber Torben Senft nur vier Minuten nach der Pause mit dem Kopf unbelästigt das 2:1 für den 1. FC Germania Egestorf-Langreder II erzielte, kam das bereits einer Vorentscheidung gleich. Obernkirchen mühte sich zwar um den Ausgleich, blieb in der zweiten Halbzeit aber ohne große Torchancen. Das Spiel war gelaufen, als Senft in der 74. Minute durch die SVO-Abwehr tänzelte und auf 3:1 für die Gäste erhöhte.

SVO: Stork, Matz (75. Rethmeier), Sadra (36. Watermann), Gräber, Hagen, Wist, Mittmann, Wehmeyer, Kummert, Köpper, Klose (68. Muhammed Yel).

SZ   03.04.17   Super gespielt

Fußball: SV Obernkirchen besiegt SV Germania Grasdorf mit 3:0

Autor: Heinz-Gerd Arning

OBERNKIRCHEN. Der SV Obernkirchen hat das Kellerduell der Bezirksliga gegen den SV Germania Grasdorf 3:0 gewonnen. In der Folge vergrößerte der SVO die Distanz zum unmittelbaren Konkurrenten Grasdorf wie erhofft auf vier Punkte. „Ein klar verdienter Sieg, wir waren die technisch bessere Mannschaft, der Gegner hatte fast keine Torchance“, erklärte SVO-Coach Oliver Nerge. Seine Mannschaft habe super gespielt, das Polster gelegt, was man habe legen wollen, so Nerge.

Das Spiel begann mit dem Versuch der Gäste, Druck aufzubauen und die Hausherren in die Defensive zu drängen. Da spielten die Gelbhemden nicht mit, nutzten sich bietende Räume zu schnellen Angriffen. Chris Hope scheiterte nach zehn Minuten am Gäste-Torhüter. Nur drei Minuten später wuchtete Jan Köpper den Ball nach einem Eckball per Kopf zum 1:0 in die Maschen. Nach 20 Minuten musste der immer noch angeschlagene Julian Talat raus, für ihn kam Ali Yel, ein Glücksgriff, wie sich zeigen sollte.

Bis zur Pause verlief die Partie ausgeglichen, soweit es das Mittelfeld betraf. Im Angriff zeigten sich die Gäste harmlos, die Gelbhemden ihrerseits verpassten es, ihre Führung auszubauen. Direkt nach Wiederanpfiff verlor Yel den Ball im zentralen Mittelfeld. Der Stürmer setzte nach, holte sich das Spielgerät zurück, startete einen Sololauf bis in den Strafraum der Gäste und erzielte das 2:0 (46.). Es folgte eine starke Phase der Gastgeber, die es allerdings erneut versäumten, den Sack zuzumachen. In der Schlussphase unternahm der Gast noch einmal erfolglos den Versuch, seinen Angriffen Gefährlichkeit zu verleihen. Kurz vor Spielende beendete Dennis Wist einen Konter mit dem 3:0 (86.). „Was mich richtig freut, ist, dass wir zu null gespielt haben, das haben wir lange nicht“, sagte Nerge.

SVO: Hartmann – Sadra, Gräber, Rexhepi (73. Matz), Hagen, Hope (83. Rethmeier), Wist, Talat (22. Yel), Mittmann, Kummert, Köpper.

April 2017